Front Office: Referenzen

Digitalisierung stellt einen sehr wichtigen Teil unserer Arbeit dar. Seit Jahren begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden bei der Umsetzung der Anforderungen und können durch unsere hochwertige Expertise und der einzigartigen Umsetzungsqualität von Dr. Nagler & Company nachhaltig wartbare Lösungen realisieren. Die nachfolgenden Referenzen sind ein Auszug der aktuellsten Projekte, welche wir gemeinsam mit unseren zufriedenen Kundinnen und Kunden zum Erfolg gebracht haben.

Leistung

Neuaufbau eines abteilungsübergreifenden Data Warehouse Systems über institutionelle Kundendaten für die Vertriebsabteilung eines deutschen Wertpapierhauses.

Pillar

Self-Service Business Intelligence, Real Time Data Warehouse

Projektauftrag

Neuaufbau einer Vertriebslösung für eine umfassende, ganzheitliche 360 Grad Sicht auf die Daten ihrer institutionellen Kunden mit Hilfe eines Data Warehouse Systems, realisiert auf Basis von Microsoft SQL Server, Microsoft SSAS, Microsoft Visual Studio, Informatica Powercenter und Information Builders WebFocus AppStudio.

Aufgabe Nagler & Company

  • Fachliche und technische Beratung hinsichtlich des kompletten Projektlebenszyklus beim Aufbau und der Implementierung des Data Warehouse in allen Aspekten und Wünschen des Kunden
  • Unterstützung bei der Auswahl eines Compliance konformen Reporting-Tools für die Darstellung von 360 Grad Reports als Self-Service BI, um das komplette Geschäftsfeld des institutionellen Vertriebs vorstands- und auditkonform abzubilden
  • Koordinierung der Schnittstellen des Kapitalmarktes zur Anbindung an das Real Time Data Warehouse, um eine Uniformität der Daten zu gewährleisten
  • Trennung der Server-Architektur in ein Live- und ein Testsystem, sowie automatische Backups mit Microsoft SQL Server Datenbank Jobs und Sourcecode-Verwaltung mittels Subversion SVN zur Versionskontrolle
  • Implementierung der Datenbankarchitektur, der semantischen Schichten mit dem MS SQL Server DBMS und MS SSAS
  • Implementierung der Extract-, Transform- und Load-Prozesse mit Hilfe von Informatica Powercenter
  • Anbindung von über 15 verschiedenen, konsolidierten Quellsystemen als Fundament des Real Time Data Warehouse
  • Erstellen von diversen Reporting Universen mit Hilfe von MS SSAS, um für jeden spezifischen Fachbereich ein eigenes, angepasstes Reporting zu ermöglichen
  • Bereitstellen eines Ad-Hoc-Reportings (Self-Service BI), welches je nach Benutzerberechtigung und Auditmaßnahmen auf den angemeldeten User spezifische Datensichten und Funktionalitäten freischalten kann
  • Erweiterung der bestehenden Front-End-Applikation, um neue Funktionalitäten hinsichtlich der neuen Struktur von weitergehenden Geschäftserfassungen mit diesem System zuzulassen
  • Abnahme des DWH Systems in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen. Durchführen von Unit Tests, Komponenten- und Systemtests


Vorgehensweise

In der ersten Phase des Projektes wurde eine detaillierte Bedarfs- und Bestandsanalyse durchgeführt. Durch das Verwenden eines Bottom-Up-Ansatzes wurden einerseits alle maßgeblichen Quellsysteme aufgedeckt und ein uniformes Datenmodell für all diese Systeme geschaffen.

Andererseits wurde ein Top-Down-Ansatz angewandt, um die Reporting-Universen aufgrund der Anforderungen der Stakeholder zu ermitteln und mit den bereitgestellten Quelldaten abzugleichen. Durch den hybriden Analyseansatz konnte man bei Änderungen der Quellsysteme als auch der Reporting-Anforderungen rechtzeitig, schnell und effektiv reagieren und die jeweiligen Datenstrukturen entsprechend adjustieren. Das Stammdatenmanagement wird bei etwaigen Beladungsfehlern automatisch über E-mail informiert und erhält über Error Plotter eine Visualisierung der nicht validen oder falsch zugeordneten Datensätze.

Durch eine klare Spezifikation der Anforderungen in Phase 1 konnte die Implementierung in Phase 2 ohne Probleme vollzogen und durch ein agiles Vorgehen sowohl die Entwicklung als auch die Test und Abnahme zur vollsten Zufriedenheit des Kunden durchgeführt werden.

Lösung

  • Anwendung eines hybriden Ansatzes (Bottom-Up + Top-Down) bei der Anforderungsanalyse
  • Erstellung der Data Warehouse Datenmodelle (Stage, Core und Mart Ebene)
  • Realisierung eines Data-Stores (ODS) als operativen, vorgelagerten Teil des Data Warehouses zur Konsolidierung aktueller, zeitnaher Daten und zur Durchführung von Datenanreicherungen
  • Implementierung der Extract-,Transform- und Load-Prozesse
  • Historisierung der Quellsystemdaten auf Tagesebene
  • Bereitstellung der End-User-Reports (InfoApps) mittels Information Builders WebFocus AppStudio
  • Erstellung eines detaillierten Berechtigungskonzeptes
  • Implementierung von Komponenten für Ad-Hoc-Reports auf Basis von MS SSAS


Kundennutzen

Aufgrund einer detaillierten Anforderungsanalyse und Aufstellung eines konkreten Projektplanes konnten alle Meilensteine des Projektes „in time und in budget“ erreicht werden und die Projektrisiken auf ein Minimum reduziert werden. Dadurch dass Nagler & Company stets direkt vor Ort beim Kunden war und immer in direkten Kontakt mit den Anwendern stand, konnten Missverständnisse in den Anforderungen vorgebeugt und passende Ergebnisse schnell erzeugt werden.

Mittels des neu implementieren Real Time Data Warehouse Systems ist es den Endanwendern nun möglich, selbstständig und zeitunabhängig maßgeschneiderte Berichte zu erstellen, ohne dazu die Reporting-Verantwortlichen kontaktieren zu müssen. Somit ist das System auf der einen Seite ein kosten- und zeitsparendes Instrument. Auf der anderen Seite lassen sich nun sehr viel detailliertere Analysen durchführen als es mit den jeweiligen Quellsystemen bisher möglich war.

Projektauftrag

Neuaufbau einer Kontributionslösung in Front Arena 2012.1 zur Kontribution von Plain Vanilla und komplexer Produkte unter Anbindung eines komplexen Data Warehouse als externe Preisquelle, Automatisierung des Handels mit Eigenprodukten sowie des Market Makings. Implementierung einer Realtime-Anbindung zu einer Handelsplattform für Business-Kunden.

Durch die Umsetzung sollte eine Erhöhung der Stabilität und Skalierbarkeit des Systems für ein größeres Portfolio gesichert werden.

Aufgabe Nagler & Company

Als erfahrenes Beratungsunternehmen im Bereich Front Arena und bekannter Partner dieser Landesbank übernahm Nagler & Company folgende Aufgaben innerhalb des Projektes:

  • Teilprojektleitung im Bereich Pricing / Contribution & Ordermanagement
  • Erstellung eines Prototypen und Proof-of-Concept für Front Arena 2012.1
  • Federführende Rolle beim Software Anforderungsmanagement und bei der Spezifikation des Designs und der Erstellung der Systemarchitektur
  • Anbindung eines hoch verfügbaren In-memory Data Warehouse als externe Preisquelle
  • Implementierung der verschiedenen Teilkomponenten (Preisversorgung, Businesslogik innerhalb Front Arena Prime, Preisversorgung diverser Preisvendoren)
  • First-Level Handelssupport, Schnittstelle zwischen Handel und IT
  • Überführung in den produktiven Betrieb und Begleitung des projektbegleitenden Change Managements
  • Detaillierte Analyse und Performance-Optimierung der Preisberechnung
  • Prozess-Optimierung und -Automatisierung


Vorgehensweise

Durch die Erweiterung der Standardfunktionalitäten konnte dem Kunden eine bedarfsorientierte Lösung implementiert werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekterfolgs war die Wahl einer iterativen Vorgehensweise durch die Projektleitung an der Nagler & Company beteiligt war sowie die Implementierung eines Prototypen und Erstellung eines Proof-of-Concept zur Evaluierung der Möglichkeiten in Front Arena 2012.1. Durch diese von Nagler & Company praktizierte Vorgehensmodelle konnte frühzeitig die vorhandene Funktionalität in Einklang mit den spezifischen Kundenbedürfnissen gebracht und der Bedarf an zusätzlichen Systemerweiterungen erkannt werden.

Lösung

  • Implementierung eines Prototypen und Erstellung eines Proof-of-Concept zur Evaluierung der Möglichkeiten in Front Arena 2012.1
  • Unterstützung bei der Spezifikation des Designs und der Erstellung der Systemarchitektur
  • Implementierung des Front Arena Prime Quoting-Prozesses (Quote Sheet, Quote Request Sheet und Safety Rules) und Integration externer Preisquellen unter Verwendung des Front Arena AMB SDK in C
  • Realisierung der Kontribution an diversen Preisvendoren unter anderem direkte Front Arena Anbindung zu Reuters sowie der In-Memory Datenbank KDB
  • Implementierung der externen Pricing-Funktionalität in Front Arena für Optionen, Zins- und komplexe Produkte
  • Detaillierte Analyse und Performance-Optimierung der Preisberechnung


Kundennutzen

Durch die Umsetzung eines Prototypen sowie die Erstellung eines Proof-of-Concept konnten die Möglichkeiten von Front Arena 2012.1 ausgelotet und die Projektrisiken auf ein Minimum reduziert werden. Darüber hinaus konnte frühzeitig die Spezifikation des Designs und die Erstellung der Systemarchitektur an die besonderen Bedürfnisse des Kunden unter Erweiterung der Standardfunktionalität von Front Arena angepasst werden. Diese Fokus auf Best-Practice-Lösungen von Nagler & Company sowie die Einführung einer iterativen Herangehensweise durch die Teilprojektleitung von Nagler & Company im Bereich Pricing /Contribution & Ordermanagement als langjähriger und erfahrener Partner für Front Office Systeme, konnte Nagler & Company bei der Umsetzung des Projektes maßgeblich unterstützen.
Dem Kunden steht nunmehr ein skalierbares, hoch flexibles Quoting, Contributing and Market Making System zur Verfügung, das einen erheblichen Mehrwert zur abgelösten Plattform bietet.

Leistung

Entwicklung eines Vorgehensmodells für Upgrade/Migration

Pillar

Front Office

Projektauftrag

Beratung und Migration einer bestehenden Front Arena 2.2 Instanz (Prime 3.2.2hf15c) auf den Front Arena 4 Track (Prime 2014.X)

Aufgabe Nagler & Company

  • Fachliche und technische Beratung hinsichtlich der neuen Funktionalitäten in Front Arena 4
  • Validierung und Anpassung der Projektplanung hinsichtlich des Migrationsmodells, des Vorgehensmodells anhand der Nagler-internen Best-Practices
  • Konzeptionierung und Implementierung des Entwicklungs- und Migrationsprozesses anhand des verbesserten Vorgehensmodells
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Beseitigung von Fehlern sowie Kommunikation mit dem Hersteller bezüglich Änderungen/Bugfixes am Systemkern
  • Überführung von Eigenentwicklungen hin zu Front Arena Standardfunktionalitäten unter anderem in den Bereich Mark-to-Market, Value-at-Risk oder auch Valuation Parameter Storage zur Reduktion von Komplexität und zur Anbindung von Front Arena 4 Technologien wie z.B. P&L Decomposition
  • Migration von über 700 ASQL Queries zu Trading Manager Sheets bzw. Front Arena 4 kompatiblen ASQL Queries sowie mehr als 100 Shell-/Python-basierte Schnittstellenpakete des Handels- und Risiko-Servers der Bank.
  • Implementierung eines Prozesses zum zyklischen Datenabgleich zwischen Alt- und Neusystem sowie Analyse der relevanten Kennzahlen und Beschreibung von auftretenden Abweichungen mit Hilfe von automatisierten Regressionstests bzw. eines Migrationsskripts zur tägliche automatisierten Migration als Test- und Go-Live-Vorbereitung
  • Audit-konforme Dekommissionierung und Archivierung von nicht mehr benötigten Code-Fragmenten sowie Bereinigung des Zielsystems von stale code in Abstimmung und nach einem globalen Prozess-Review mit dem verantwortlichen Fachbereich
  • Durchführung von Schulungen der Nutzer für das neue System und die neuen Funktionalitäten in Front Arena 4 basierend auf Nagler & Company FA-Trainings


Vorgehensweise

Zu Beginn des Projektes wurden mit dem Kunden die bestehende Prozesse und Entwicklungen konsequent in Frage gestellt, wodurch es möglich wurde für den Kunden einen optimalen Vorgehensplan zu entwickeln. Darüber hinaus konnten durch ein hohes Maß an Automatisierung sowohl der Regressionstests sowie der Migration-Testläufe frühzeitig Differenzen zwischen Alt- und Neusystem aufgedeckt und behoben werden. Eine Schlüsselkomponente war der Einsatz von Beratern unseres Hauses mit fachlichem und technischem Knowhow, die die Differenzen erklären und beheben konnten.

Unsere Partnerschaft mit SunGard unterstützte den Migrationsprozess während der gesamten Projektlaufzeit.

Lösung

  • Konzeptionierung und Umsetzung der Projektplanung
  • Review der Prozesse, Schnittstellen und Eigenentwicklungen
  • Reduktion der Komplexität durch Migration auf Front Arena Standardfunktionalität
  • Automatisierte, zyklische Migrations- und Regressionstests
  • Schulung der Mitarbeiter in den neuen Front Arena Funktionalitäten
  • Audit-konforme Dekommissionierung und Archivierung des Altsystems


Kundennutzen

Der Review und die Neukonzeptionierung des Projektvorgehens unter Verwendung der Nagler-internen Best-Practices sowie der Review des Vorgehensmodells in der Projekt-Initialisierung stellte sicher, dass der gesetzte Zeithorizont eingehalten und Unwägbarkeiten rechtzeitig erkannt und aus dem Weg geräumt werden konnten. Die Erfahrung von Nagler & Company im Bereich von Front Arena System-Upgrade ermöglichte die Auswahl des optimalen Vorgehensmodells entsprechend der kundenspezifischen System-Architektur.

Durch die Wahl des optimalen Ansatzes entsprechend der kundenspezifischen Systemlandschaft konnte eine Reduktion der Komplexität und somit eine Reduktion der laufende Kosten erreicht werden. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass neue Features aus dem Bouquet der Front Arena Funktionalitäten verwendet werden können. Dies verringert nicht nur das operative Risiko, sondern reduziert die Kosten, welche durch den Betrieb und Support von Eigenentwicklungen angefallen wären, erheblich.